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Samstag, 4. Juli 2020

Starship-Event im September?


SpaceX-CEO Elon Musk hat angekündigt, dass er die Tradition der jährlichen Starship-Events aufrecht erhalten will. Im Herbst, man spricht derzeit von Ende September oder Anfang Oktober, will er in einer öffentlichen Veranstaltung über die Fortschritte berichten, die das Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten bei der Entwicklung dieses revolutionären neuen Raumtransportsystems gemacht hat.

Die „Tradition“ jährlicher öffentlicher Starship-Fortschrittsberichte begann im September 2015 beim Internationalen Astronautischen Kongress in Guadalajara in Mexiko. Seither hat es jedes Jahr entweder im September oder im Oktober einen ähnlichen Event gegeben. Das Starship wurde früher als das Interplanetary Transport System (ITS), die Big Falcon Rocket (BFR) oder auch etwas despektierlich als die “Big Fucking Rocket” bezeichnet. Starship ist das Nachfolgeprogramm zur Falcon 9 und zur Falcon Heavy.

SpaceX ist es bislang gelungen, die Falcon 9-Erststufen bis zu fünfmal wiederzuverwenden. Auch die Nutzlastverkleidungen werden inzwischen regelmäßig geborgen und wiederverwendet. Elon Musk hat aber klar gemacht, dass die Raketen des Typs Falcon 9 und Falcon Heavy (obwohl sie bereits mit zu den größten operationellen Raketen weltweit gehören) zu   klein sind, um die auch die zweiten Stufen sinnvoll bergen und einer Wiederverwendung zuführen zu können. Das wird sich aber mit der Einführung des Starship ändern.

Bild: Foto vom letztjährigen Starship-Event

Donnerstag, 2. Juli 2020


Vega - Vom Winde verweht

Die Durchführung der Mission VV16 (Vega Vol 16) artet langsam zur unendlichen Story aus. Und zu einer sehr ärgerlichen für die Kunden der Arianespace obendrein, hat das Unternehmen doch schon jetzt nicht gerade eine Reputation dafür, flexibel, schnell und günstig zu sein. Die Mission wurde ursprünglich für den September 2019 angesetzt, doch der Startversager der Vega bei der vorausgegangenen Mission - VV15 -machte eine Neuplanung des Starttermins notwendig. Der Fehler der zum Absturz der Rakete geführt hatte, war zwar schnell gefunden, aber Fehler finden und Fehler beheben sind Europa zwei paar Stiefel.

Space-News verkündete im September 2019, „Vega will resume flights in early 2020“, doch im November 2019 dämpfte der Avio (Hersteller der Vega) CEO Giulio Ranzo die Erwartungen, und gab bekannt, dass der Start etwa im März 2020 erfolgen werde. Zunächst wurde der 23. März genannt, dann der 24. März.

Dann kam Corona und der Raumflughafen Kourou wurde erstmal für mehrere Monate stillgelegt (anders als beispielsweise die vier chinesischen Startzentren, Cape Canaveral oder Baikonur).

Am 11. Mai machten Kourou wieder auf, und der Start der Mission VV16 wurde danach auf „Mitte Juni“ verschoben und später – etwas präziser – auf den 18. Danach auf den 19. Juni. Dann kam das Wetter dazwischen. „Höhenwinde“ waren jetzt die Ursachen von weiteren Verschiebungen. Zunächst auf den 24. Juni, dann auf den 26., dann auf den 28. Schließlich kam die Meldung, dass der Start nunmehr – wegen der anhaltenden Höhenwinde – auf den 18. August verschoben werden muss. Eine Verschiebung um nicht weniger als weitere sieben Wochen (es gibt noch einen weiteren Grund: durch die endlose Warterei haben sich die Batterien einiger der Nutzlasten soweit entladen, dass sie neu geladen werden müssen).

All das kann einen kommerziellen Kunden nicht sonderlich erfreuen. Gerade für Nutzlasten wie Cubesats, die innerhalb von Wochen oder weniger Monaten von den Werkstätten und Laboren in den Weltraum kommen sollten, sind „Vorlaufzeiten“ von zwei, drei oder mehr Jahren, wie sie hier zusammenkommen, völlig inakzeptabel.

Die Mission wurde von der Arianespace als „Europe’s rideshare answer for small-sats“ vermarktet. Angsichts des VV 16-Dramas geradezu lächerlich, wenn man sich vor Augen hält, dass ein Smallsat-Betreiber heute innerhalb weniger Wochen einen Flug bei SpaceX bekommen kann, und innerhalb weniger Monate bei Rocketlab (die im Übrigen auch von Corona-Schließunge betroffen waren, was dort aber nur zu Startverzögerungen von einigen wenigen Monaten geführt hat).

Montag, 29. Juni 2020

Roter Mond - China vs. USA - am 30. Juni 2020 in Tübingen



Ich habe am 30. Juni im Deutsch-Amerikanischen Institut (in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung) einen Vortrag gehalten: dai-tuebingen.de/events/roter-m. Es war mein erster seit Covid, bei dem ich nicht mittels Zoom, Webex oder Blizz in einen Bildschirm starre. Da die Zuschauerzahl begrenzt war, wurde der Vortrag auch für youtube aufgezeichnet und kann seit dem 30.6. unter dieser Adresse https://www.youtube.com/watch?v=0BuPJUJ4QG0 abgerufen werden.

Unity's zweiter Gleitflug in New Mexico

Mark "Forger" Stucky und Mike "Sooch" Masucci führten am 25. Juni den zweiten Gleitflug des Virgin Galactic Spaceship Unity am neuen Standort des Unternehmens, dem „Spaceport America“ in New Mexico, durch. Der Flug fand knapp zwei Monate nach dem ersten Gleitflug vom neuen Startzentrum aus statt. Den hatten damals Dave MacKay und CJ. Sturckow durchgeführt. Sturckow, der vor seiner Laufbahn bei Virgin Galactic als NASA-Astronaut viermal mit dem Shuttle ins All geflogen war (davon zweimal als Kommandant) und dabei insgesamt mehr als 51 Tage im Orbit verbracht hatte, steuerte dieses Mal das Virgin Galactic WhiteKnight 2-Mutterschiff „VMS Eve“. Sein Copilot war Nicola Pecile. Der ist ein relativ neuer Mann in der Virgin Galactic Flight Crew. Er arbeitete davor in der italienischen Luftwaffe als Testpilot und als Instruktor an der Nationalen Testpilotenschule in Mojave. Der erste raketenbetriebene Flug vom neuen Virgin Galactic-Standort wird für Ende August oder Anfang September erwartet.

Mittwoch, 24. Juni 2020

Neue Raumschiffe braucht das Land

Hallo Raumfahrtfreunde,

Ihr habt es vielleicht vor einigen Tagen mitbekommen, dass erstmals
wieder eine Rakete von amerikanischem Boden zur ISS aufgebrochen ist?!
Seit 9 Jahren das erste Mal, seitdem die Shuttles eingemottet wurden.

Die Raumkapsel und die dazu nötigen Raketen werden von  SPACEX
gebaut und betrieben, der Eigentümer der Firma heißt Elon Musk den
man auch von den Tesla Autos kennt. Von Tesla ist er auch der Chef.

Er sagt, er arbeitet nur 40 Stunden die Woche, aber 40 für SPACEX und 40 für Tesla ;-))

Bei Berlin öffnet bald ein Tesla Fabrik.

Die Raumkapsel heißt Dragon - Also Drachen, nach dem Kinderlied "Puff, the Magic Dragon",
von Peter, Paul and Mary.

Hier das Video dazu, dass Ihr abrufen könnt, wenn Euer Computer Internet Zugang
hat, einfach anklicken! https://www.youtube.com/watch?v=BCDQx1Hn2jw[https://www.youtube.com/watch?v=BCDQx1Hn2jw]

In aller Raumfahrer Munde ist dieses Ereignis, dass zum ersten Mal, amerikanische Astronauten
mit einer Privat finanzierten Kapsel und im Auftrag der NASA zur ISS geflogen sind. Zum ersten
Mal seit vor 9 Jahren (2011), die Space Shuttles eingemottet worden sind.

Die Kapsel ist von der privaten Raumfahrtfirma SPACEX, die auch die dazu nötigen Raketen
gebaut hat. Die erste Stufe dieser Raketen dreht nach 2 min, nachdem sie der Raumkapsel
einen gut teil der notwendigen Geschwindigkeit mitgegeben hat wieder um und landet wieder
in aufrechter Position auf einem unbemannten Schiff im Atlantik oder sogar auf einem Start-und-Landeplatz an Land. Das hat schon mehr als 40 mal funktioniert und ist sozusagen ein etabliertes Verfahren.

Dadurch muss man die teuren Raketen nicht wertlos ins Meer werfen sondern kann diese nach einer
kurzen Überprüfung wieder betanken und mehrmals verwenden. Sie sind ausgelegt für ungefähr 10 Verwendungen es sind aber bis jetzt nur 3-4 Mal verwendete Raketen im Einsatz. Man will kein Risiko eingehen ;-)

Anbei nun ein Video, dass die die beiden amerkanischen Raumfahrer Bob Behnken und Doug Hurley bei einer kleinen Rundtour durch ihr Raumschiff zeigt. Sie haben auch ca. 7 Stunden an Bord geschlafen um ausgeruht an ihrem Ziel anzukommen.


***

Das nachfolgende Video zeigt die Landung einer Rückkehr Stufe!





Die Stufe wird dann mit Krampen auf dem Schiff festgehalten damit sie nicht umkippt, während das unbemannte Schiff, die Stufe zurück in den Hafen am Startplatz fährt.

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Die Kommentare sind auf Englisch.  Interessant ist, wie groß die "Dragon" genannte

Kapsel im Inneren ist. Die Apollo Astronauten hatten nur ganz wenig Platz im Gegensatz dazu. Bei voller Belegung passen bis zu 7 Astronauten in die Dragon Kapsel. Sie liegen dann in zwei Schichten, vier oben an den Steuerkonsolen und 3 unten. Die drei unteren Sitze sind bei diesem Flug aber nicht eingebaut sondern zusätzlicher Lagerplatz mit Kühlboxen, die eine eigene Stromversorgung haben und so Proben von der ISS gekühlt zur Erde zurückbringen können.


Ankunft von Bob Behnken (Commander) und Doug Hurley an der ISS!


Der NASA Adminstrator Jim Bridenstine begrüsste die Astrononauten über Funk auf
der ISS und erkundigte sich nach ihrem Befinden.

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Aufmerksam möchten wir auch auf unser SPACE-Raumfahrtjahrbuch machen, welches wir im
Verein zur Förderung der Raumfahrt jedes Jahr um den 7.11. herum veröffentlichen. Wir haben
es schon zum 17. Mal herausgebracht, und es berichtet über die Raumfahrtaktivitäten des vergangenen Jahres.

Ältere Ausgaben gibt es ggfs. auch im Buchhandel aber ganz sicher auf unserer Homepage www.space-jahrbuch.de

Die Bücher haben zwischen 304 und 360 Seiten ganz in Farbe und mit über 100 Abbildungen.
Wir machen das im Wesentlichen zu dritt: Eugen Reichl ist der Autor, der das ganze Jahr die
Informationen sammelt und appetitlich aufbereitet, Stefan Schiessl ist unser Grafiker, der das
Buch setzt und gestaltet und jedes Jahr eine günstige Druckerei findet, die das Buch druckt und Peter Schramm sammelt Anzeigen für das Jahrbuch, die die Druckkosten mitfinanzieren und versendet die Bücher!
 
Viele Grüße!

Donnerstag, 28. Mai 2020

Eine musikalische Reise in den unendlichen Raum

 Tim Turusov spielt auf beim SPACE-Abend

Seit heute ist unser SPACE-Abend um eine tolle Performace reicher: Top-Gitarist Tim Turusov wird den SPACE-Abend am 28.11.2020 in Dachau musikalisch begleiten.



Schaut z.B. mal auf https://youtu.be/kBydvxrRuNU
Weitere Eindrücke aus Tims Schaffen findet Ihr auf www.turusov.com und auf Facebook


Der begnadete Gitarrist Tim Turusov zaubert mit der Live‐Performance seines preisgekrönten Debut‐Albums „On the way to the distant stars“ ausschließlich instrumentale Klänge auf seinen Gitarren und verzichtet bewusst auf Text und Gesang.



 Seine Kompositionen wurden schon mehrmals in den Podcasts von ESO (European Southern Observatory) mit Hauptsitz in Garching bei Münchenverwendet. Als Gitarrist der deutsch‐französischen Symphonic‐Rock Band „Eclipse Sol‐Air“ spielte er bereits auf einigen großen Bühnen, unter anderem vor 3000 begeisterten Besuchern auf der Loreley Bühne als Vorband von Alan Parsons Project.

Unkonventionelle Klangästhetik und Tiefe zeichnen eigene Kompositionen des Künstlers aus. Als roter Faden gehen sie durch die vielseitigen Kompositionen
und transformieren sich in einen Reiseführer instrumentaler Musik mit vielen Kapiteln und Bildern. Futurismus der 70‐ger Jahre trifft auf elektronische Klänge
von heute. Art‐Rock verschmilzt mit Worldmusic und Soundtrack zu einer Brücke zwischen Klang und Bild. Tim Turusov braucht sich hinter berühmten Gitarristen nicht zu verstecken, denn eine solche Musik hat es lange so nicht gegeben.



Eine musikalische Reise in den unendlichen Raum, die alle Zuhörer fasziniert und in den Bann zieht.

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Übrigens: Der SPACE-Abend findet  diesmal im größeren Adolf-Hölzel-Haus statt. So können wir uns auch in Corona-Zeiten an allerlei Spacigem freuen und trotzdem veranwortungsbewußt 1,5m Abstand wahren.
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Freitag, 8. Mai 2020

Alternative Raumfahrt








Hallo zusammen,

heute einmal ein Link auf den Start der Arguna Cargo der Initiatve "Forschungsgruppe Alternative Raumfahrt" FAR, bei dem auch ein Mitglied des SPACE Teams zugegen war  ;-)

Die Gruppe beschäftigt sich mit großen Modellraketen, entsprechenden Treibstoffen und alternativen Raumfahrtkonzepten.

Viel Spaß beim Schauen: https://www.youtube.com/watch?v=QaJCsa8DwEw

Link bitte kopieren und in die Kommandozeile eines neuen Browser-Fensters einfügen!!!

Viele Grüße Peter Schramm